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paws and prints Tech-Guide 2026

  • 7. Juli
  • 12 Min. Lesezeit

Natürlich braucht man als Reisefotograf und Influencer eine gewisse technische Ausrüstung. Die technischen Hürden sind im Jahr 2026 zwar sehr gering. Man kann schon mit recht wenig sehr viel erreichen. Aber ganz ohne geht es dann doch nicht. Was wir bei paws and prints nutzen, wie wir dahin gekommen sind und wie weit man mit Einsteigerausrüstung kommt, zeigen wir euch in diesem Beitrag. Willkommen zum paws and prints Tech-Guide 2026.


TLDR; Das Wichtigste in Kürze

Für alle, die nicht den gesamten Beitrag lesen wollen, hier unsere aktuelle (Stand Juni 2026) Ausrüstung auf einen Blick:


Kamera & Objektive

  • Canon EOS 250D*

  • Sigma 18-35mm ƒ/1.8 DC HSM

  • Canon EF 70-200mm ƒ/2.8L IS II USM

Drohne

  • DJI Mini 4 Pro Fly More Combo mit RC2 Fernsteuerung

Smartphones & Gimbal

  • Apple iPhone 15 Pro & iPhone 16

  • DJI OM 4 Gimbal

Speicher & Zubehör

Bearbeitung

  • Apple MacBook Pro M1 & iMac 27" (beide 2020)

  • Capture One 16.5


Die Anfänge

2019 haben wir unsere erste Kamera gekauft. Der Grund war aber nicht, dass wir Reisefotografen und Influencer werden wollten. Wir haben geheiratet und uns dafür eine eigene Photobooth gebaut. Dazu braucht man neben allerhand technischen Voraussetzungen natürlich auch eine Kamera. Nun wollten wir nicht tausende Euro nur für eine Photobooth ausgeben. Der Plan war, die Kamera genau dafür einzusetzen und dann zu verkaufen. Also eine günstige Gebrauchte (das mit dem gebraucht wird sich übrigens durchziehen, merkt euch das schon mal).


Wir haben im Freundeskreis rumgefragt und sind relativ schnell fündig geworden. Ein Bekannter hatte eine Nikon D80 rumliegen. Zwei Probleme: die war selbst 2019 schon echt alt (Baujahr 2006, also damals schon 13 Jahre alt). Das wäre aber halb so wild gewesen, wenn sie nicht kaputt gewesen wäre. Egal, für 50 Euro haben ich wir sie inklusive der Kit-Lens AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm ƒ/3.5-4.5G IF gekauft und in einem recht anstrengenden Abend repariert.


Et voilà: wir hatten unsere erste Kamera (abgesehen von Handy- und Smartphonekameras). Nun war die Hochzeit irgendwann rum und die Kamera wurde erstmal verstaut, nicht direkt verkauft. Und so kam das Jahr 2020.


Schottland 2020: Die Reise, die alles verändert hat

Im Herbst, zwischen den Lockdowns, haben wir uns vorgenommen für sieben Tage nach Schottland zu reisen. Beim Packen der Taschen fiel mir ein, dass ich ja noch diese Kamera habe. Da habe ich sie einfach mal eingepackt. Was kann schon passieren, richtig?

Nun, der Rest ist Geschichte.


Ich habe in den ersten Tagen direkt gemerkt, dass Fotografieren mehr ist als Draufhalten und Abdrücken. Man muss zum einen technisch einiges beachten (Stichwort Belichtungsdreieck, aber auch noch viel mehr). Außerdem eröffnet Fotografieren einem ganz neue Perspektiven und Blickwinkel, um auf die Welt zu schauen. Der Grundstein war also gelegt. Die Bilder waren natürlich qualitativ eher… mittel. Sowohl technisch wegen der alten Kamera, als auch künstlerisch. Seht selbst:



Schon irgendie ok, aber nicht wirklich der Knaller. Klar, wenn man eine Kamera das erste Mal in die Hand nimmt, kann man nicht erwarten, die nächste Lee Miller zu werden. Tatsächlich hat es noch zwei Jahre gedauert, bis ich gut genug wurde, um auch Geld für meine Bilder zu verlangen.


Wenn ihr übrigens mehr über diese Schottlandreise wissen wollt, lest gerne den Blog-Beitrag. Oder seht euch unseren Guide an, der euch bei eurer Reiseplanung unterstützt und auf genau dieser Reise basiert.


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Mehr als nur Fotos – erste Drohnenerfahrungen

Etwa ein Jahr später, 2021, haben wir eine kleine „Osten-Tour" geplant: Harz, Dresden, Sächsische Schweiz und Prag. Natürlich war die Nikon D80 mit im Gepäck. Aber zusätzlich wollten wir mal in die Welt der Videographie eintauchen, genau genommen Drohnenvideos.

Also das gleiche Spiel wie bei der Kamera vorher: erstmal checken, was die Dinger so kosten. Dann der Schock. Man kann ganz leicht mehrere tausend Euro für eine Drohne ausgeben und das sicherlich in den meisten Fällen auch zurecht. Aber wir wollten erstmal sehen wie das so ist und in unserem Freundeskreis hatte niemand eine zum Ausprobieren. Und dann war da noch die regulatorische Hürde: für quasi alles über einschließlich 250g ist in der EU ein Führerschein erforderlich (ganz zu Schweigen von einer Drohnenversicherung – unsere ist bei der Haftpflichtkasse in unserer Haftpflichtversicherung mit drin).


Nach etwas Marktrecherche fanden wir die DJI Mini 2, die Ende 2020 erschien und gebraucht bereits recht günstig zu haben war. So haben wir uns diese Drohne in der Fly More Combo (enthält zwei zusätzliche Akkus, ein Ladegerät und weiteres Zubehör) für nur 450 Euro gebraucht gekauft.


Diese hatten wir dann auf der „Osten-Tour" dabei und ich habe meine erste Flugerfahrung gemacht. Aber Achtung: was ich damals noch nicht wusste, ist, dass in Deutschland das Fliegen von Drohnen quasi überall verboten ist, wo es nicht explizit erlaubt ist. In Nationalparks wie im Harz darf grundsätzlich nicht geflogen werden. Aber wie gesagt, das wusste ich damals noch nicht. Und so sind dort unsere ersten Drohnenvideos entstanden. Aber wie auch schon bei den Fotos gilt: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auf unserem Youtube-Kanal haben wir alle Drohnenvideos hochgeladen. So auch das erste Video, das wir je gemacht haben aus der sächsischen Schweiz. Wie gesagt, aller Anfang ist schwer.


Das erste Drohnen-Video, das wir je gedreht haben in der Sächsischen Schweiz

Das erste echte Upgrade: Canon EOS 250D

Wieder ein Jahr weiter. Nachdem uns Schottland 2020 unglaublich gut gefallen hat, wollten wir mal eine andere der Britischen Inseln besuchen: Irland. Und so machten wir uns 2022 auf zu einer Reise auf der grünen Insel.


In den vorangegangenen zwei Jahren hatte ich allerdings gemerkt, dass es die damals 16 Jahre alte Kamera mit dem, was man auf Instagram sieht, nicht mithalten kann (zumindest dachte ich das damals). Heute weiß ich, dass die technische Ausrüstung wichtig, aber nicht maßgeblich ist für die Qualität der Ergebnisse. Außerdem hatte die Nikon D80 keinen Videomodus, und nach dem Spaß mit der Drohne wollte ich das Videographie-Game weiter treiben.


Also ab auf die Suche nach einer neuen Kamera. Ich habe wirklich viel recherchiert und war mehr als einmal erschrocken von den Preisen, die in der Branche aufgerufen werden. Mehrere tausend Euro allein für die Kamera, nochmal so viel oder mehr für die Objektive. Das war finanziell damals nicht drin.


Eine Option war natürlich wieder etwas älteres Gebrauchtes zu kaufen, aber hier hatte mich von den Video-Specs nichts so richtig überzeugt. Ich wollte gerne 4K-Videos mit bis zu 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen und die Kameras, die das konnten, waren entweder zu teuer oder doch zu alt. Und so hat Canon meine Wünsche erhört und bereits 2019 die Canon EOS 250D* rausgebracht. Eine DSLR mit meinen Anforderungen zu einem erschwinglichen Preis. Klar, für einen Neupreis von knapp 700 Euro kann man keine Wunder erwarten – APSC-Sensor, im 4K-Modus nochmal weiter gecroppt, „nur" 24 Megapixel. Aber zur Nikon D80 war die Canon EOS 250D definitiv ein Upgrade. Und zwar so ein großes, dass ich sie bis heute (2026, vier Jahre später) noch immer nutze.


Ich hatte sie gebraucht für 450 Euro inkl. Kit-Lens EF-S 18-55mm ƒ/4-5.6 IS STM ergattert.

Und nun, mit neuer Kamera und etwa zwei Jahren Fotografieerfahrung, wurden die Bilder gut genug, dass wir sie euch in unserem Shop anbieten können. Zum ersten Mal entstanden Fotos, die wir wirklich als Wanddeko für zu Hause empfehlen können.


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Danach Andalusien im Herbst 2022, Belgien im April 2023 (wo Ava das erste Mal mit dabei war, damals noch als sechs Monate alter Welpe), Dresden, Mosel, Norwegen und schließlich Florida. Eineinhalb Jahre hat diese Kombi für mich funktioniert, bevor ich das Gefühl hatte, dass da technisch noch mehr geht.


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Aber war da nicht was mit Videographie? Stimmt. Ich hatte mich wirklich recht ausgiebig damit beschäftigt. Viele Videos gemacht, geschnitten, Color Grading gelernt. Zwischenzeitlich hatte ich mir auch ein Gimbal gekauft, das DJI Ronin RSC2 (gebraucht, versteht sich). Aber ich musste jedes Mal feststellen, dass mir das zum einen nicht so lag und zum anderen auch nicht so viel Spaß gemacht hat. Irgendwie habe ich da nicht dasselbe gespürt wie beim Fotografieren. Und so kam es, dass ich die Videographie nach unserer Norwegenreise im Spätsommer 2023 an den Nagel gehangen habe. Man soll nicht erzwingen, was nicht da ist. Dieses Kapitel ist also geschlossen.


Das Fotografie-Kapitel hingegen kam jetzt erst so richtig in Gang.


Was ist Bokeh? Oder: warum die Kit-Lens irgendwann nicht mehr reicht

Eine Sache, die mir mit dem Kit-Objektiv irgendwann auffiel: damit bekommt man kein schönes Bokeh hin – also diese Hintergrundunschärfe, mit der man Motive schön freistellen kann. Außerdem hat die Linse schon in der Dämmerung Probleme mit zu wenig Licht gehabt. Und da der ISO der Kamera schon bei relativ geringen Werten recht viel Rauschen erzeugt, musste langsam eine neue Linse her.


Ich hatte noch nie eine separate Linse gekauft. Die beiden Objektive, die ich bisher hatte, waren jeweils bei der Kamera dabei. So tat sich mir eine komplett neue Welt auf. Und achherrje gibt es da draußen einen Wust an Alternativen. Bei der Wahl der Kamera war ich schon überfordert, aber da ist die Wahl noch einigermaßen übersichtlich. Bei Objektiven gibt es noch viel mehr Hersteller, und jeder hat bestimmte Stärken und Schwächen. Ich begann damals langsam zu verstehen, warum Profi-Fotografen bis zu einem Dutzend Objektive haben, wenn nicht mehr.


Der Hund Ava sitzend in einer verschneiten Landschaft.
Das erste Bild mit dem neuen Sigma Objektiv

Ein Freund gab mir einen Tipp: Sigma 18-35mm ƒ/1.8 DC HSM. Ihr seht schon: ƒ/1.8. Das ist eine wirklich weit offene Blende, damit sollten die Lichtprobleme erstmal deutlich geringer werden. Und die Brennweite ist ähnlich zum Kit-Objektiv, für mich also kein all zu große Anpassung. Also war die Wahl klar: ab auf Kleinanzeigen. Und nach nicht allzu langer Zeit wurde ich fündig.


Ich hatte sofort einen WOW-Moment. Ava musste als erste Testerin herhalten, als die Linse ankam Und das war das erste Mal seit ich angefangen habe zu fotografieren, dass ich zu 100% vollumfänglich zufrieden war mit meinem Setup.


Die erste Reise mit dieser Kombination ging an die Nordsee. Danach Thüringen, Warschau. Bis nach Kasachstan und Mexiko im Sommer 2024 hat mich genau diese Kombi begleitet. Auf jeder Reise, bei jedem Foto habe ich gemerkt, wie ich immer mehr eins wurde mit genau diesem Setup. Es hat einfach gepasst, und die Bilder wurden immer besser.


Dann, im Herbst 2024 in der Normandie, hatte ich das erste Mal den Wunsch nach etwas Neuem. Objekte in der Ferne lassen sich mit der Sigma nicht sinnvoll einfangen. Bei dieser Brennweite ist sie vor allem für Landschaften und Portraits super. Aber ich wollte mehr.


There we go again: die Canon 70-200

Einige Monate zuvor hatte ich bei Freunden das erste Mal eine 70-200 in der Hand gehabt – und war damit überhaupt nicht klargekommen. Dazu war ich noch zu sehr Anfänger. Aber als ich nun auf der Suche nach neuen Perspektiven war, erinnerte ich mich daran.


Kamera und zwei Objektive
Unsere Canon EOS 250D mit Sigma 18-35 und Canon 70-200 und Peak Design Slide

Diesmal stand ich nicht auf der grünen Wiese. Ich wusste: es soll eine 70-200 werden. Aber welche? Die neueste Canon EF 70-200mm ƒ/2.8L IS III USM? Über 2.000 Euro, das war nichts. Einen Drittanbieter wie Tamron nehmen? Fühlte sich falsch an, weil die einhellige Meinung ist: eine 70-200 von Canon ist ein Muss. Also bin ich nach etwas Überlegen bei der Canon EF 70-200mm ƒ/2.8L IS II USM geblieben – Blende f/2.8, also die gehobene Variante, dafür Generation II statt III. Gebraucht für gerade mal 600 Euro, nicht in perfektem Zustand, aber Preis-Leistung absolut top.


Wisst ihr noch, wie ich bei der Sigma sagte, dass es sofort gepasst hat? Dieses Gefühl hatte ich bei der 70-200 nicht. Ich habe wirklich etwas gebraucht, um warm zu werden. Auch hier habe ich mit Ava geübt, aber die Resultate waren okay, nicht WOW. Und was macht man in so einer Situation? Klar: weiter üben. In die Pfalz, dann Griechenland, Lüneburger Heide, schließlich die Niederlande. Und dort war ich das erste Mal so richtig verbunden mit dem Objektiv. Ich habe verstanden, wie es für mich am besten funktioniert und was sein Ziel ist. Und dann kam Australien. Hier habe ich zu etwa 80% nur noch die 70-200 genommen – von anfänglichem Zögern hin zu: das ist jetzt mein Daily Driver.



So ist es seither geblieben, ob in Breslau, im Allgäu, auf Sylt, am Bodensee, im Harz, in Berlin, in den Niederlanden oder in Dänemark. Dieses Objektiv ist ein absolutes Muss – und die Bilder, die damit entstehen, sieht man auch in unserem Shop.


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Drohne die Nächste: DJI Mini 4 Pro

Oben sagte ich, dass ich das mit den Videos nicht weiter verfolgt habe. Das gilt allerdings nicht für Drohnen. Mittlerweile habe ich einen Führerschein und kenne mich regulatorisch deutlich besser aus. Und ich bin natürlich auch geübter.


Aber ähnlich wie damals mit der Nikon D80 hatte ich mit der DJI Mini 2 irgendwann das Gefühl, dass da technisch mehr gehen muss. Das Fluggefühl und die Fernsteuerung waren gar nicht so schlecht, aber die Bildqualität hat mich nicht überzeugt. Vor allem im 4K-Modus war sie stellenweise wirklich enttäuschend. Also musste eine neue her. Aus praktischen Gründen wollte ich bei der <250g-Klasse bleiben, und da ich mich mit DJI auskannte, war die Wahl recht schnell klar: die DJI Mini 4 Pro. In der Fly More Combo mit RC2 Fernsteuerung. Wieder gebraucht und wieder fündig geworden.


Drohne mit Akkus und Fernbedienung
DJI Mini 4 Pro mit 3 Akkus und RC 2 Controller aus der Fly More Combo

Fünf Reisen hat diese Drohne bisher mitgemacht, von der Pfalz über die Niederlande bis nach Australien. Der Qualitätssprung ist unbeschreiblich. Selbst 4K mit 60 Bildern pro Sekunde sind kein Problem mehr, und die Videos sind gestochen scharf. Dank der verbesserten Kollisionserkennung fliegt sich die Drohne fast von selbst. Die Australien-Videos sind spektakulär geworden. Hier ein kleiner Vorgeschmack, den Rest findet ihr auf YouTube.


Einer von vier Teilen unserer Australien Drohnenvideos

Ihr merkt vielleicht, dass wir deutlich mehr Reisen gemacht haben als Drohnenvideos auf unserem YouTube-Kanal existieren. Das liegt daran, dass ich mich wirklich an Regularien halte und nur da fliege, wo es erlaubt und sicher ist. Das schränkt die Sache deutlich ein – schade, aber sicher ist sicher.


Equipment für Social Media

Instagram und TikTok sind Hochkantmedien mit einem starken Fokus auf Videos. Wie passt das mit unseren Fotos zusammen? Ehrlich gesagt: schwierig. Daher haben wir auch Equipment für brauchbare Hochkantvideos für Reels und Beiträge.


Viel zu erzählen gibt es hier aber nicht. Das liegt daran, dass wir in dem Business noch recht neu sind (unsere kleine Firma ist zum Zeitpunkt dieses Beitrags noch kein Jahr alt) und wir die technischen Limits unseres Setups noch nicht wirklich wahrgenommen haben. Ich kaufe neue Hardware, wenn ich mich limitiert fühle und das war bisher in diesem Bereich noch nicht der Fall.


Also: wir haben beide ein iPhone 15 Pro bzw. ein iPhone 16 und das war's im Prinzip. Gelegentlich nutzen wir dazu ein Gimbal, das DJI OM 4. Das ist mittlerweile echt alt und hat die ein oder andere Macke, erfüllt aber weiterhin seinen Zweck.


Zubehör

Kamera an Rucksack
Canon EOS 250D mit Sigma 18-35 hängt bombenfest am Peak Design Capture

Natürlich gehört noch ein wenig Zubehör dazu. Manches davon sind echte Basics: z.B. eine SanDisk Extreme PRO microSDXC UHS 256GB* für die Drohne und eine SanDisk Extreme PRO microSDXC 64GB* für die Kamera und beide in doppelter Ausführung, weil SD-Karten den Ruf haben, recht häufig kaputt zu gehen oder in dunklen Ecken für immer zu verschwinden. Eine SD-Karte mit verlorenem Australien-Material liegt irgendwo selig in einem Hotel in Sydney…

Damit das nicht mehr passiert übernimmt die Aufbewahrung seit dem eine K&F Concept SD-Kartenbox*. Günstig und tut genau das, was sie soll. Nicht mehr, nicht weniger.


Darüber hinaus haben sich zwei Produkte von Peak Design etabliert. Generell macht Peak Design wirklich tolles Kamerazubehör. Ich nutze den Slide Kamera Sling*. Super schnell abnehmbar, in der Länge verstellbar, gleichzeitig so stabil und robust, dass ich mir keine Sorgen mache, wenn die Kamera dran hängt. Und dabei auch noch bequem, weil super breit. Das zweite Produkt ist das Capture*. Ein Clip, den man an einen Träger des Rucksacks befestigt und die Kamera einfach daran festklickt. Selbst mit der riesigen, über 2 kg schweren 70-200 hält das Teil bombenfest, man hat die Hände frei und die Kamera innerhalb von zehn Sekunden wieder bereit. Absolute Empfehlung.


Kamerarucksack gefüllt mit Fotoausrüstung
Vollgepackter Lowepro Protactic BP 350 AW II Rucksack

Zu guter Letzt muss das alles ja irgendwie verstaut werden. Der Markt an Kamerarucksäcken ist groß, ich bin aber recht schnell auf Lowepro aufmerksam geworden. Ich hatte drei Anforderungen: 1. Selbst vollgepackt muss der Rucksack aufrecht stehen bleiben. 2. Schnellzugriffsfach für Objektivwechsel. 3. Der Rucksack muss unter den Vordersitz im Flugzeug passen, um als Tasche und nicht als Handgepäck durchzugehen. Der Lowepro Protactic BP 350 AW II* erfüllt all das. Es gibt ihn auch in der 450er Variante, die ist aber zu groß fürs Flugzeug und gilt als Handgepäck. Außerdem gibt es mittlerweile die Generation III, die konnte ich bisher aber noch nicht testen.



Editieren und Bearbeiten

Abschließend hilft die ganze Hardware nichts, wenn Bilder, Videos und Beiträge nicht auch in Software aufbereitet werden können. Das machen wir an zwei Computern: einem MacBook Pro M1 von 2020 und einem 27" iMac mit i9von 2020. Beide sind mittlerweile sechs Jahre alt, verrichten ihre Dienste aber weiterhin zuverlässig.


Reels schneiden wir entweder mit VN (in der kostenlosen Version) oder Edits direkt auf dem Smartphone. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, aber die Kombination aus beiden macht's. Edits hat vor allem den Vorteil, direkt mit Instagram verknüpft zu sein. So kann man Reels direkt verlinken. VN gefällt uns von der Handhabung aber besser. In seltenen Fällen schneiden wir Reels auch mit Davinci Resolve auf dem Computer, aber nur bei echt aufwändingen Dingen oder zum Schneiden der Drohnenvideos oder anderer Youtube Formate wie unserem Camper-Ausbau.


Beiträge und Vorschaubilder machen wir fast ausschließlich in Canva. Ehrlich gesagt haben wir noch keine Alternativen getestet, aber Canva bietet uns selbst in der kostenlosen Version alles, was wir brauchen.


Und schließlich die Bildbearbeitung selbst. Die Fotos aus der Canon EOS 250D sind gut, aber natürlich nicht fertig. Angefangen hatte ich mit Luminar Neo von Skylum. Vor allem die KI-Features haben als Anfänger vieles vereinfacht (keine Sorge, die Bilder waren und sind 100% echt). Aber ich bin irgendwann an Grenzen gestoßen: zu viel Abstraktion, zu wenig Spielraum, manche Optionen wie Colorwheels gibt es schlicht nicht.


Daher bin ich Ende 2024 auf Capture One umgestiegen. Viele werden sich jetzt fragen: warum nicht Lightroom? Zwei recht einfache Gründe. Erstens habe ich Capture One einmalig gekauft (diesmal nicht gebraucht, aber durch ein Angebot trotzdem günstiger) und zahle keine monatliche Gebühr. Zweitens fühlen sich Adobe-Produkte für mich immer etwas aus der Zeit gefallen an. Sie sind langsam, klobig und kompliziert. Capture One fühlte sich von Anfang an deutlich angenehmer an. Ich bereue die Entscheidung bisher nicht.


paws and prints Tech-Guide 2026

Das war die Aufstellung unserer Reisefotografie-Ausrüstung im Jahr 2026. Was auffällt: wir versuchen eher qualitativ bessere Ausrüstung zu kaufen, dafür aber nicht die Neueste, sondern ein Vorgängermodell. Zum einen um Geld zu sparen, zum anderen weil die Verbesserungen den Aufpreis oft schlicht nicht wert sind. So schaffen wir es mit günstiger Ausrüstung trotzdem qualitativ mitzuhalten. Und die Bilder, die dabei entstehen, könnt ihr als Wanddeko bei uns im Shop finden.


Bis zum nächsten Mal,

Artur


*Das ist ein Affiliate Link. Das bedeutet wir bekommen eine kleine Provision wenn du das Produkt über den Link kaufst. Dir entstehen dabei keine Mehrkosten, wir wissen auch nicht wer was wann gekauft hat. Keine Nachteile für dich und ein kleiner Vorteil für uns :)

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